Magenballon

Der Magenballon ist ein weicher Silikonballon, der per Magenspiegelung in den Magen eingesetzt und mit Flüssigkeit gefüllt wird. Er nimmt Raum im Magen ein und sorgt für ein frühes Sättigungsgefühl; es handelt sich um eine vorübergehende Methode ohne Operation, der Ballon wird nach Ablauf der Liegezeit entfernt.

Übersicht

Der Magenballon kommt bei Menschen mit mäßigem Übergewicht infrage, für die eine Adipositasoperation nicht geeignet ist oder die keine Operation wünschen. Am Magen werden weder Schnitte noch Nähte gesetzt; der Ballon wird über den Mund eingeführt.

Da der Ballon einen Teil des Magens ausfüllt, ist man nach kleineren Mengen satt, und der Magen entleert sich langsamer. Allein führt der Ballon jedoch nicht zu einem dauerhaften Ergebnis: Ziel ist es, während der Liegezeit neue Essgewohnheiten aufzubauen.

Ballontyp und Liegedauer im Magen (meist 6 oder 12 Monate) werden nach Gewicht und Gesundheitszustand festgelegt.

Was ist ein Magenballon?

Der Magenballon ist ein weicher Silikonballon, der leer in den Magen eingesetzt und anschließend mit steriler Flüssigkeit gefüllt wird, meist auf ein Volumen von 400–700 ml. Er liegt frei im Magen und füllt einen Teil davon aus.

Dadurch reicht bei den Mahlzeiten eine kleinere Menge, um satt zu werden, und das Sättigungsgefühl hält länger an. Der Ballon ist nicht dauerhaft; er wird nach der vom Hersteller festgelegten Zeit per Magenspiegelung entfernt.

Für wen kommt ein Magenballon infrage?

Wann er nicht geeignet ist

Wie wird ein Magenballon eingesetzt?

Vor dem Eingriff müssen Sie 6–8 Stunden nüchtern sein. Der Magenballon wird meist unter Sedierung per Magenspiegelung eingesetzt:

Der Eingriff dauert in der Regel 20–30 Minuten; die meisten Patientinnen und Patienten gehen noch am selben Tag oder nach einer Nacht zur Beobachtung nach Hause. Manche Ballontypen können ohne Magenspiegelung als Kapsel geschluckt werden; ob diese Möglichkeit für Sie infrage kommt, wird im Beratungsgespräch geklärt.

Die ersten Tage nach dem Einsetzen

Während sich der Magen an den Ballon gewöhnt, sind Übelkeit, Erbrechen, krampfartige Bauchschmerzen und Völlegefühl in den ersten 3–7 Tagen häufig. Diese Beschwerden lassen sich meist mit der von der Ärztin oder dem Arzt empfohlenen magenschützenden und übelkeitslindernden Behandlung gut kontrollieren.

In den ersten Tagen werden klare Flüssigkeiten, danach Pürees und weiche Kost aufgenommen; innerhalb von etwa 2–3 Wochen geht man zu normaler Kost in kleinen Portionen über. Flüssigkeiten sollten in kleinen Schlucken und über den Tag verteilt getrunken werden.

Leben und Essen mit dem Ballon

Die Liegezeit des Ballons ist eine Gelegenheit, Gewohnheiten wie Portionskontrolle und regelmäßige Bewegung zu festigen. Werden sie nach der Entfernung des Ballons nicht beibehalten, kann das Gewicht wieder steigen.

Mögliche Risiken und Nebenwirkungen

Bei starken, nicht nachlassenden Bauchschmerzen, nicht aufhörendem Erbrechen oder einer blaugrünen Verfärbung des Urins sollten Sie umgehend ärztliche Hilfe suchen.

Wie der Ballon entfernt wird und wie es danach weitergeht

Nach Ablauf der Liegezeit wird der Ballon wieder unter Sedierung per Magenspiegelung entfernt: Die Flüssigkeit wird abgesaugt und der leere Ballon über den Mund geborgen. Der Eingriff dauert in der Regel 20–30 Minuten.

Studien berichten während der Liegezeit über eine durchschnittliche Abnahme von etwa 10–15 Prozent des Gesamtkörpergewichts; das Ergebnis ist individuell verschieden und kann nicht garantiert werden. Ein dauerhaftes Ergebnis hängt davon ab, dass Ernährungs- und Bewegungsroutine auch nach der Entfernung beibehalten werden.

Was die Kosten eines Magenballons beeinflusst

Die Kosten hängen von Ballontyp und Liegedauer, der Sedierung beim Einsetzen und Entfernen, den Voruntersuchungen und dem Umfang der ernährungsfachlichen und ärztlichen Begleitung während der Liegezeit ab. Eine genaue Angabe erhalten Sie nach der Beratung.

Behandlungsablauf

Voruntersuchung

Gewichtsverlauf, Gesundheitszustand und Erwartungen werden beurteilt; es wird festgelegt, ob ein Magenballon für Sie geeignet ist und welcher Typ infrage kommt.

Endoskopisches Einsetzen

Unter Sedierung wird der Magen untersucht, der Ballon eingesetzt und mit Flüssigkeit gefüllt; der Eingriff dauert meist etwa eine halbe Stunde.

Begleitung und Entfernung

Während der Liegezeit finden ernährungsfachliche und ärztliche Kontrollen statt; danach wird der Ballon per Magenspiegelung entfernt und die Ernährungsroutine beibehalten.

Für wen ist es geeignet?

Kurze Fakten

Häufig gestellte Fragen

Wie viel Gewicht verliert man mit einem Magenballon?

Studien berichten während der Liegezeit über eine durchschnittliche Abnahme von etwa 10–15 Prozent des Gesamtkörpergewichts. Das Ergebnis hängt von Ernährungs- und Bewegungsroutine ab und kann nicht garantiert werden.

Ist ein Magenballon eine Operation?

Nein. Der Ballon wird über den Mund per Magenspiegelung eingesetzt; es werden keine Schnitte oder Nähte gesetzt. Der Eingriff erfolgt meist unter Sedierung, und Sie können am selben oder am nächsten Tag nach Hause gehen.

Wie lange bleibt der Ballon im Magen?

Je nach Ballontyp meist 6 oder 12 Monate. Danach muss er entfernt werden und bleibt nicht länger liegen als vom Hersteller empfohlen.

Nimmt man nach der Entfernung wieder zu?

Werden die während der Liegezeit aufgebauten Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten nicht beibehalten, kann das Gewicht wieder steigen. Der Ballon sollte deshalb als Beginn einer dauerhaften Lebensstiländerung verstanden werden.

Wann kann ich nach dem Einsetzen wieder arbeiten?

Übelkeit und Krämpfe lassen meist in den ersten 3–7 Tagen nach. Die meisten können nach dieser Eingewöhnungsphase wieder einer Bürotätigkeit nachgehen.

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