VERMINDERTE LUST

Verminderte sexuelle Lust und niedrige Libido beim Mann in Denizli

Verminderte sexuelle Lust wird häufig mit einer Erektionsstörung verwechselt; dabei handelt es sich um zwei verschiedene Bilder. Bei der Erektionsstörung ist Verlangen vorhanden, doch die Steifigkeit gelingt nicht; bei der Lustlosigkeit ist bereits das Verlangen selbst vermindert. Die richtige Abgrenzung ist der erste Schritt der Abklärung, weil sie die Richtung der Behandlung bestimmt.

Lustlosigkeit oder Erektionsstörung?

Im Gespräch wird erfragt, wann das Verlangen nachgelassen hat, ob dies in jeder Situation oder nur in einer bestimmten Beziehung auftritt und ob morgendliche Erektionen weiterhin bestehen. Bilder, bei denen das Verlangen erhalten ist, die Steifigkeit aber nicht gelingt, werden unter der erektilen Dysfunktion behandelt.

Mit der Zeit können sich beide gegenseitig verstärken: Die Angst vor wiederholtem Misserfolg kann das Verlangen mindern, und nachlassendes Verlangen kann die Erektion erschweren. Deshalb werden beide Themen gemeinsam beurteilt.

Häufige Ursachen

Lustlosigkeit beruht meist nicht auf einer einzigen Ursache. Bei der Abklärung werden folgende Punkte untersucht:

  • Hormonell: niedriger Testosteronspiegel, erhöhtes Prolaktin, Schilddrüsenerkrankungen
  • Medikamente: Manche Antidepressiva, Blutdruckmittel sowie Präparate gegen Haarausfall und Prostatavergrößerung können das Verlangen mindern
  • Schlaf: Schlafapnoe und chronischer Schlafmangel beeinflussen sowohl den Hormonhaushalt als auch die Energie
  • Chronische Erkrankungen: unzureichend eingestellter Diabetes, Übergewicht, Leber- und Nierenerkrankungen
  • Psychisch: Depression, starker beruflicher Stress, Erschöpfung und Angststörungen
  • Partnerschaftlich: ungelöste Konflikte und Kommunikationsprobleme
  • Substanzgebrauch: übermäßiger Alkoholkonsum, Rauchen und bestimmte Substanzen

Abklärung und Vorgehen

Nach ausführlicher Anamnese und Untersuchung werden in der Regel die morgendliche Bestimmung des Gesamttestosterons sowie die als erforderlich erachteten Hormon- und Stoffwechselwerte angefordert. Die Überprüfung der eingenommenen Medikamente ist oft der Schritt, der am schnellsten Ergebnisse bringt; kein Medikament darf jedoch ohne ärztliche Rücksprache abgesetzt werden.

Das Vorgehen richtet sich nach der Ursache: der Ausgleich eines Hormonmangels, eine gemeinsam mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt geplante Medikamentenumstellung, die Behandlung einer Schlafstörung, Anpassungen des Lebensstils und bei Bedarf psychologische Unterstützung werden zusammen betrachtet. Die Lustlosigkeit mit dem Hinweis „das geht vorbei“ aufzuschieben, kann dazu führen, dass eine zugrunde liegende behandelbare Ursache übersehen wird.

Häufig gestellte Fragen

Steckt hinter verminderter Lust immer ein niedriger Testosteronspiegel?

Nein. Ein niedriger Testosteronspiegel ist nur eine der Ursachen. Depression, Schlafstörungen, Nebenwirkungen von Medikamenten und partnerschaftliche Faktoren begegnen uns mindestens ebenso häufig.

Ich nehme ein Antidepressivum – kann meine Lustlosigkeit davon kommen?

Manche Antidepressiva können sich auf sexuelles Verlangen und Samenerguss auswirken. Setzen Sie das Medikament in diesem Fall nicht eigenmächtig ab; die Optionen sollten gemeinsam mit der verordnenden Ärztin oder dem verordnenden Arzt beurteilt werden.

Lösen Erektionsmittel eine Lustlosigkeit?

Nein. Diese Mittel erzeugen kein sexuelles Verlangen; sie helfen dabei, dass die Erektion bei vorhandener Erregung anhält. Die Ursache der Lustlosigkeit muss gesondert untersucht werden.

Muss ich mit meiner Partnerin zum Gespräch kommen?

Das ist nicht erforderlich und bleibt Ihnen überlassen. Steht der partnerschaftliche Anteil im Vordergrund, kann es hilfreich sein, den Ablauf gemeinsam mit der Partnerin zu planen.

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Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Aufklärung; sie ersetzen weder Diagnose noch Behandlung und enthalten kein Ergebnisversprechen. Jeder Patient ist anders; das anzuwendende Verfahren wird nach der ärztlichen Untersuchung festgelegt.