Was ist ein Penisfiller?
In der Anwendung werden meist Füllprodukte mit Hyaluronsäure verwendet, einem Abkömmling eines natürlicherweise im Körper vorkommenden Moleküls. Das Produkt wird planvoll in die Unterhautschicht des Penisschafts verteilt, um den Umfang zu vergrößern.
Die Behandlung zielt nicht auf eine Verlängerung ab; angestrebt wird der Umfang, also die Dicke. Sie ist nicht dauerhaft: Das Füllmaterial wird mit der Zeit vom Körper abgebaut und die Wirkung lässt nach.
Abklärung und Behandlungsablauf
Zunächst erfolgt eine urologische Untersuchung. Ihr Ziel ist nicht nur die ästhetische Beurteilung: Zustände wie ein verborgener Penis, eine Verkrümmung durch Morbus Peyronie, eine aktive Infektion oder ein Hautproblem müssen ausgeschlossen werden. Liegt eines dieser Bilder vor, hat nicht der Filler, sondern dessen Behandlung Vorrang.
Die Behandlung erfolgt unter sterilen Bedingungen, ärztlich und unter örtlicher Betäubung. Danach sind kurzzeitige Schwellung, Empfindlichkeit und Blutergüsse zu erwartende Befunde. Die Dauer der sexuellen Karenz und den Kontrolltermin gibt die Ärztin oder der Arzt an.
Haltbarkeit und Erwartungsmanagement
Die Wirkung von Fillern auf Hyaluronsäurebasis ist vorübergehend. Die Haltbarkeit hängt von der Dichte des verwendeten Produkts, der eingebrachten Menge, dem Stoffwechsel und dem Lebensstil der Person ab. Deshalb kann in bestimmten Abständen eine Wiederholung nötig sein.
Behandlungen mit unrealistischen Erwartungen sind die häufigste Ursache für Unzufriedenheit. Im Gespräch werden die Grenzen der angestrebten Veränderung, das mögliche Risiko von Unregelmäßigkeiten und der Wiederholungsbedarf offen angesprochen.
Risiken und Gegenanzeigen
Wie bei jeder Injektionsbehandlung bestehen auch hier Risiken:
- Schwellung, Blutergüsse und vorübergehende Empfindlichkeit
- Unregelmäßigkeiten oder tastbare Verhärtungen durch ungleichmäßige Verteilung des Produkts
- Infektion (unter nicht sterilen Bedingungen steigt das Risiko deutlich)
- Selten schwere Gewebeschäden durch eine versehentliche Injektion in ein Gefäß
- Bei aktiver Genitalinfektion, Hautläsionen, Gerinnungsstörungen oder unkontrollierter chronischer Erkrankung ist die Behandlung nicht geeignet.
Wer darf die Behandlung durchführen?
Es handelt sich um einen medizinischen Eingriff, der nur in zugelassenen Gesundheitseinrichtungen und ärztlich durchgeführt werden darf. Bei Behandlungen in Einrichtungen mit unklarer Zuverlässigkeit oder durch Personen ohne medizinische Ausbildung steigen die Risiken durch Produkte unbekannter Herkunft, Infektionen und dauerhafte Gewebeschäden erheblich.
Von der Anwendung angeblich dauerhafter Substanzen im Genitalbereich wird abgeraten, da sie Gewebereaktionen und schwer korrigierbare Formveränderungen nach sich ziehen können.
Häufig gestellte Fragen
Ist ein Penisfiller dauerhaft?
Filler mit Hyaluronsäure sind nicht dauerhaft; sie werden mit der Zeit vom Körper abgebaut. Die Haltbarkeitsdauer hängt vom Produkt und von der Person ab, weshalb eine Wiederholung nötig werden kann.
Behebt der Filler eine Erektionsstörung?
Nein. Der Penisfiller ist eine ästhetische Behandlung; er ist keine Therapie für Erektionsstörungen, vorzeitigen Samenerguss oder Unfruchtbarkeit. Diese Beschwerden werden gesondert abgeklärt.
Wann ist nach der Behandlung eine Rückkehr zum Sexualleben möglich?
Die Dauer der sexuellen Karenz gibt die Ärztin oder der Arzt je nach Behandlung und Heilungsverlauf an. In der Frühphase sind Schwellung und Empfindlichkeit zu erwartende Befunde.
Lässt sich ein Filler wieder entfernen?
Produkte mit Hyaluronsäure lassen sich bei Bedarf durch die Anwendung eines auflösenden Enzyms weitgehend rückgängig machen. Für dauerhafte Substanzen gilt das nicht; auch deshalb werden dauerhafte Produkte nicht bevorzugt.
Werden auf der Website Preise für die Behandlung genannt?
Nein. Nach den geltenden Vorschriften werden im Gesundheitsbereich auf der Website weder Preise noch Aktionen oder Vorher-Nachher-Bilder veröffentlicht. Informationen zur Planung werden nach der Untersuchung gegeben.