PENISPROTHESE

Die Penisprothese in Denizli

Die Penisprothese ist eine chirurgische Option, die bei dauerhaften Erektionsstörungen infrage kommt, wenn Medikamente und andere Behandlungsverfahren nicht ausreichend ansprechen. Diese Seite erläutert zu Informationszwecken, was das Verfahren ist, für wen es beurteilt wird und wie der Ablauf geplant wird.

Was ist eine Penisprothese?

Die Penisprothese ist ein medizinisches Implantat, das chirurgisch in das schwammartige Gewebe (Corpus cavernosum) eingesetzt wird, das die Erektion ermöglicht. Sie ist von außen nicht sichtbar und in bekleidetem Zustand nicht zu erkennen. Ziel ist es, die für den Geschlechtsverkehr nötige Steifigkeit mechanisch herzustellen, wenn der natürliche Erektionsmechanismus nicht wiederhergestellt werden kann.

Die Prothese verändert weder das sexuelle Verlangen noch den Samenerguss oder das Orgasmusempfinden; diese bleiben in ihrer natürlichen Form erhalten. Die Prothese übernimmt ausschließlich die Erektionsfunktion.

Prothesentypen

In der Praxis gibt es zwei Hauptgruppen, und die Auswahl erfolgt individuell:

  • Biegsame (malleable) Prothese: Sie ist dauerhaft halbsteif und wird von Hand nach oben oder unten positioniert. Ihr Mechanismus ist einfach; die Handhabung ist in Bezug auf die Fingerfertigkeit leichter.
  • Aufpumpbare (dreiteilige) Prothese: Sie besteht aus Zylindern, einer Pumpe und einem Flüssigkeitsreservoir. Da sie mithilfe der Pumpe gefüllt und entleert werden kann, kommt sie dem natürlichen Wechsel von Erektion und Erschlaffung näher; ihr mechanischer Aufbau ist komplexer.

Für wen kommt sie infrage?

Die Penisprothese ist keine Erstlinienbehandlung. In der Regel kommt sie erst infrage, wenn andere Optionen erprobt wurden und nicht ausreichend angesprochen haben. Häufige Situationen sind:

  • Fortgeschrittene Erektionsstörung bei lang bestehendem, schwer einstellbarem Diabetes
  • Dauerhafte erektile Dysfunktion nach radikaler Prostatakrebschirurgie oder anderen Eingriffen im Beckenbereich
  • Fortgeschrittene Gefäßinsuffizienz ohne ausreichendes Ansprechen auf Medikamente und Injektionsbehandlungen
  • Fälle mit ausgeprägter Verkrümmung bei Morbus Peyronie in Verbindung mit einer Erektionsstörung
  • Ausgewählte Fälle mit nachgewiesenem schwerem venösem Leck

Der Verlauf vor und nach der Operation

Vor der Entscheidung findet ein ausführliches Aufklärungsgespräch statt. Erwartungen, was die Prothese leisten kann und was nicht, mögliche Komplikationen und alternative Optionen werden offen besprochen. Bei geeigneten Personen erfolgen vor der Operation eine allgemeine Beurteilung, die Blutzuckerkontrolle und die Vorbereitung im Hinblick auf Infektionen.

Nach der Operation werden die Heilungsphase, Kontrolltermine und die Einweisung in den Gebrauch der Prothese geplant. Den Zeitpunkt der Rückkehr zum Sexualleben legt die Ärztin oder der Arzt anhand des Heilungsverlaufs fest.

Risiken und Wissenswertes

Wie bei jedem chirurgischen Eingriff bestehen auch bei der Penisprothesen-Operation Risiken: Infektion, mechanischer Defekt, Schmerzen, Veränderungen des Empfindens und – selten – die Notwendigkeit, die Prothese zu entfernen, stehen dabei im Vordergrund. Das Infektionsrisiko ist besonders bei Menschen mit Diabetes und unzureichend eingestelltem Blutzucker erhöht.

Da das Einsetzen der Prothese die Nutzung des Schwellkörpergewebes im Penis erfordert, gilt der Eingriff als nicht umkehrbar. Deshalb fällt die Entscheidung erst, nachdem alle Optionen beurteilt wurden und die betroffene Person ausführlich aufgeklärt worden ist.

Häufig gestellte Fragen

Ist die Penisprothese von außen zu erkennen?

Die Prothese wird vollständig im Körper platziert und ist in bekleidetem Zustand nicht zu erkennen. Bei biegsamen Typen ist der Penis dauerhaft halbsteif, sodass eine Positionierung nötig ist; bei aufpumpbaren Typen bleibt er im ungenutzten Zustand erschlafft.

Beeinflusst die Prothese Lust und Samenerguss?

Nein. Die Prothese übernimmt nur die Erektionsfunktion. Sexuelles Verlangen, Empfinden und Samenerguss bleiben in ihrem natürlichen Mechanismus erhalten.

Wie lange hält eine Prothese?

Prothesen werden für eine langjährige Nutzung hergestellt; da es sich jedoch um ein mechanisches Gerät handelt, besteht mit der Zeit die Möglichkeit eines Defekts. In diesem Fall kann ein Austausch nötig werden. Eine feste Haltbarkeitsdauer anzugeben wäre nicht korrekt; regelmäßige Kontrollen werden empfohlen.

Wann ist nach der Operation eine Rückkehr zum Sexualleben möglich?

Dieser Zeitraum hängt von der Person und vom Heilungsverlauf ab und wird ärztlich festgelegt. In der Frühphase sind Schwellung und Empfindlichkeit zu erwartende Befunde.

Müssen vor der Prothese zwingend andere Behandlungen versucht werden?

Grundsätzlich ja. Die Penisprothese kommt in Fällen infrage, in denen andere Verfahren keinen Nutzen gebracht haben. In einzelnen fortgeschrittenen Fällen kann die Ärztin oder der Arzt es jedoch für angemessen halten, diese Option direkt zu prüfen.

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Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Aufklärung; sie ersetzen weder Diagnose noch Behandlung und enthalten kein Ergebnisversprechen. Jeder Patient ist anders; das anzuwendende Verfahren wird nach der ärztlichen Untersuchung festgelegt.